Unterkunft im Zabergäu

Zabergäu

Das Zabergäu liegt zum Großteil im Naturpark Stromberg-Heuchelberg südwestlich von Heilbronn.
Die beiden Höhenzüge bescheren der Region ein mildes Klima, das im Zusammenspiel mit dem fruchtbaren Keuperboden ideale Voraussetzungen für den Weinbau bietet.



die Neckarschlinge

Die Lauffener Neckarschlinge zählt heute zu den größten und abwechslungsreichsten Feuchtgebieten im Neckarbecken und weist ein buntes Mosaik verschiedenster Lebensräume auf.Zahlreiche, teilweise regional und überregional bedeutende, schonungsbedürftige und gefährdete Arten wachsen hier. Die Schutzgebietsfläche ist ca. 61 ha groß.



Steillagen

Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Weinbergmauern wie in Württemberg.

Einen ganzen Berg zu erschließen und mit Mauern zu versehen ist eine baumeisterliche Leistung ersten Ranges. Dies ist durchaus mit dem Können mittelaterlicher Kirchenbaumeister vergleichbar. Und aus dieser Zeit stammen auch die ersten gemauerten Weinberge.
Bernhard Enzel



Weinlese

1.200 Lauffener Weingärtner bewirtschaften eine Rebfläche von ca. 880 ha, davon 120 ha terrassierte Steillage.

Erzeugt werden im Durchschnitt jährlich circa 12,5 Mio. kg.



die Jupitergigantensäule

Die Jupitergigantensäule von Hausen an der Zaber wurde um das Jahr 200 als Weihedenkmal für Jupiter und seine Gemahlin Juno errichtet, die beiden höchsten Götter der Römer.

Hausen gehörte zu der römischen Provinz Obergermanien, in deren Gebiet bisher Überreste von über hundert Jupitergigantensäulen gefunden wurden.

Der Stifter des Denkmals war der Gutsbesitzer Gaius Vettius Connougus, ein römischer Bürger von vermutlich keltischem Ursprung. Mit dem Bau des Weihemals auf seinem Gutshof erfüllte er ein Gelübde, wohl als Dank für das Gedeihen seiner Ernten.



Theodor Heuss

Geboren in Brackenheim - Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der Bundesrepublik



Zweifelberg

Weinbergstäffele, Trockenmauern, Pflanzen und Tiere.

Info-Pavillon mit Weinausschank am Sonntag und Weinlehrpfad.



Römermuseum Güglingen

1600 Exponate in Güglingen

Der Vicus von Güglingen, dessen Einwohnerzahl sich auf viele Hundert schätzen lässt, war als zentraler Handels- und Marktort im Zabergäu ein bedeutendes Unterzentrum und existierte von etwa 120 n. Chr. bis um die Mitte des 3. Jahrhunderts.

 Er war zum einen ein wichtiger Bezugspunkt für die umliegenden Gutshöfe, zum anderen lag er verkehrsgünstig an der Zabertalstraße, die einen wichtigen Handelskorridor vom Oberrheingebiet zum Mittleren Neckarraum darstellte.



Susanna Layher

Künstlerin aus Brackenheim

† 17. 09. 2019



Flügelausee

Die zwei Angelseen, zwischen Eibensbach und Güglingen gelegen, sind ein kleines Angelparadies mitten in unberührter Natur. Neben dem natürlichen Vorkommen von Barsch, Hecht und Weißfisch bietet der Fischbestand auch Karpfen, Aal, Zander und Regenbogenforellen.



Naturpark

Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg und seine vielfältigen Landschaften bilden einen ausgezeichneten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Einerseits beherbergen die Strombergwälder wärmeliebende Arten südlicher Herkunft wie Speierling und Elsbeere, Purpur-Knabenkraut, Diptam oder Schöner Pippau. Der gesamte Stromberg ist Vogelschutzgebiet und FFH- Gebiet.

Bemerkenswert sind insbesondere Vögel wie Blauracke, Wanderfalke, Heidelerche und Kolkrabe. Schließlich kommen in den ausgedehnten Strombergwäldern viele seltene Wildtiere vor, zum Beispiel eines der wenigen Wildkatzvorkommen Baden-Württembergs oder die Bechsteinfledermäuse.

Andererseits gibt es im Naturpark noch historische Terrassenweinberganlagen. Die unverfugten sonnenorientierten Trockenmauern bieten reichlich Wohnraum. Dort kann man seltene Heuschrecken beobachten: die Weinhähnchen, sowie Mauereidechsen und Schlingnattern. Auch zahlreiche Pflanzenarten genießen die Wärme der Mauersteine, zum Beispiel der Mauerpfeffer, dessen fleischige Blätter vor dem Austrocknen von einer Wachsschicht geschützt werden. Auch der Blutrote Storchschnabel und der Weidenalant sind an den Sonnenhängen des Strombergs zu Hause.



Neckarfischer

seit 500 Jahren fischt Jürgen Seybolds Familie auf dem Neckar



Burgruine Blankenhorn

Der Minnesänger Gottfried von Neuffen lebte bis zu seinem Tod im Jahre 1270 auf der Burg Blankenhorn:

Gemessen an seiner Produktivität – in der Manessischen Liederhandschrift sind 51 Lieder aus Gottfrieds Feder verewigt – muss der Neuffener Minnesänger so etwas wie der Dieter Bohlen seiner Zeit gewesen sein.

Vor seinen Kollegen Walter von der Vogelweide, Hartmann von der Aue oder Oswald von Wolkenstein hat er sich auf jeden Fall nicht verstecken müssen.  Mit seinen Liedern singt Gottfried sich und seine Zuhörer in eine andere, eine wärmere Welt. Er schwärmt von der Schönheit der Natur, vom Frühling, vom Sommer, von Blümelin und von Vögelin. (Stuttgarter Zeitung)

Dein rosenfarbener Mund,wenn der liebevoll lächeln würde,so wie die Rose im Tau aufblüht:Die gleiche Freude kann der Glanz deinerleuchtenden Augen bereiten.



Schloss Liebenstein

Als sich die Auseinandersetzung zwischen dem Stauferkaiser Friedrich II. und seinem Sohn Heinrich zu einem Familienkrieg zuspitzte, ließ der letztere die Grundmauern dieser Burganlage um 1231 legen.

Die neue, etwas abseits des Neckars errichtete Festung, sollte offensichtlich den Markgrafen von Baden in die Schranken weisen. Dieser war einer der engsten Verbündeten Friedrichs II. innerhalb des Reiches und kontrollierte über seine Besitzungen von Besigheim und Lauffen den Neckar.

Frank Merkle